Bouldern

BoulderN

Bouldern (engl. boulder = Felsblock) ist eine Variante des Kletterns ohne Seil und Klettergurt bis zu einer Höhe, aus der man noch sicher abspringen kann.

Höhenangst muss hier niemand haben – geklettert wird bis auf eine Höhe von maximal 4,5 m und im Falle des Falles dämpfen dicke Schaumstoffmatten deine Landung auf dem Boden. Gute Laune und Sportklamotten genügen – Kletterschuhe und Chalk helfen – sonst brauchst du nichts, um Bouldern auszuprobieren.

Die Schwerkraft besiegen kann bei uns jeder – egal ob Jung oder Alt, ob Anfänger oder Profi! Auf knapp 1.300 qm Kletterfläche findest du Probleme in allen Schwierigkeitsgraden. Das Besondere am Bouldern ist, dass man keine Sicherungstechnik oder Knotenkunde beherrschen muss um zu klettern. Ob alleine oder in der Gruppe, Bouldern heißt Spaß haben und Herausforderungen meistern – jede/r auf ihre/seine Art und nach ihren/seinen Möglichkeiten

Schwerkraft-Schwierigkeitsgrade

DIE FARBE DER KÄRTCHEN AN DEN STARTGRIFFEN KENNZEICHNET DIE SCHWIERIGKEIT DER BOULDER.

Falls du also kompletter Anfänger bist und das Bouldern zum ersten Mal ausprobierst, suche dir einfach die Boulder mit den mintblauen oder gelben Schildchen heraus. Das ist unsere leichteste Farbe. Dann geht’s weiter mit den grünen Startschildern, bis hin zu den schwersten Bouldern, die du an den schwarzen Schildern erkennst.

Befinden sich zwei Schilder an einem Griff beginnst du mit beiden Händen an diesem Griff. Ansonsten hat jeder Boulder zwei Startgriffe. Alle schwarzen Volumen sowie die  Ecken und Kanten der Kletterwände gehören zu einer Route. Alles andere nicht. Die braunen Griffe sind Abstiegshilfen und gehören zu keiner Route. Falls du Fragen hast, sprich uns gerne an.

Easy – Dein erstes Mal
10%
Zum ausprobieren
20%
Zum reinkommen
37%
Zum Gas geben
50%
Zum auspowern
62%
Zum platt machen
75%
Zum narrisch werden
100%
Sicher runter kommen (nur zum abklettern)
100%

Boulder(n) rules!

Augen auf, sonst gibt’s eins drauf!
Bitte achte darauf, wo du gehst und stehst – vergewissere dich, dass du dich nicht in Sturzräumen anderer Boulderer aufhältst. Wer fällt, der kann nicht ausweichen! Andersherum gilt: Bevor du startest, weise andere darauf hin, dass sie sich möglicherweise in der Gefahrenzone befinden.

Nicht auf Malle in der Halle!
Rüpelhaftes Verhalten…ein No-Go! Dies gilt für Groß und Klein.
Wir sind eine Sportstätte und kein Spielplatz zum Toben und Schreien. Gehe mit anderen genauso rücksichtsvoll und hilfsbereit um, wie du es dir selbst von ihnen wünschst.

Total benebelt?
Bitte lass deinen Chalkbag am Boden, damit du dich und andere bei einem Sturz nicht in eine Chalkwolke hüllst! Platziere den Chalkbag so am Boden, dass niemand darauf fallen kann.

Ohne Schweiß ein Preis!
Auch ohne Schweiß- oder Stinkefüße: Barfuß bouldern und auf den Matten laufen ist nicht nur unhygienisch, sondern auch eklig und deshalb tabu.

Nicht ganz warm – dicker Arm!
(Hartes) Bouldern stellt eine hohe Belastung für Sehnen, Bänder und Muskeln dar! Um Verletzungen zu vermeiden, wärme dich vor dem Start mit einigen leichten Bouldern oder im Schwerkraft-Gym auf.

Auf Krawall gebürstet?
Wir nicht, aber unsere Griffe freuen sich nach dem Bouldern über viele Bürsten-Streicheleinheiten. Der nächste Boulderer wird es dir danken.

Kein Knall auf Fall!
Zerbrechliche Gegenstände wie Glasflaschen, Teller etc. gehören ins Bistro und sind im Boulderbereich verboten. Bitte lass auch keine anderen Gegenstände (Plastikflaschen/Taschen etc.) auf den Matten liegen – es besteht erhöhte Verletzungsgefahr. Platz zum Verstauen für deine Sachen findest du in unseren Regalboxen.

Hot Spot!
Spottet euch gegenseitig. Pass dabei auf, dass du nicht direkt im Sturzbereich stehst.

Tipps und Hinweise für Boulder-Einsteiger

Du bist Schwerkraft-Einsteiger und kommst zum ersten Mal zu uns?
Dann haben wir hier ein paar Tipps und Hinweise für dich, die dir den Einstieg ins Bouldern erleichtern sollen. Bitte halte dich auch an unsere Boulderrules – wir legen großen Wert auf Training mit Verstand und Rücksicht.

Kleidung:
Bequeme Sportklamotten (sinnvoll sind lange Hosen zum Schutz vor Schürfwunden) und Sportschuhe reichen theoretisch aus. Sinnvoller als Sportschuhe sind spezielle Kletter- bzw. Boulderschuhe.

Kletter-/Boulderschuhe:
Dies sind spezielle, eng anliegende Schuhe, mit denen du besser und präziser stehen und treten kannst. Anfänger müssen sich daran erst gewöhnen und sollten die Schuhe zwischendurch immer wieder mal ausziehen. Gegen eine kleine Leihgebühr kannst du dir an der Theke Boulderschuhe ausleihen oder dir bei uns im Shop neue Bouldertreter kaufen. Unser Schwerkraft-Team berät dich hierzu gerne.

Chalk:
Magnesium, ein kreideähnliches, weißes Pulver (Chalk genannt) tragen Boulderer in einem Säckchen – Chalk-Bag – ständig in der Halle mit sich herum. Das macht Sinn: Man taucht die Hände vor dem Klettern einer Route kurz hinein, damit die Hände weniger schwitzig sind und man einen besseren Halt an den Griffen hat.

Aufwärmen:
ist wichtig, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Bring dein Herz-Kreislauf-System zum Beispiel durch Hüpfen, Laufen, (Seil-)Springen oder ähnlichen Übungen auf Betriebstemperatur und mobilisiere für das Klettern wichtige Gelenke (Hand, Ellenbogen, Schulter, Hüfte, Knie Fuß). Auch ein kurzes Streching (Dehndauer pro Muskelgruppe jeweils etwa 12 sec.) ist sinnvoll. Für das Aufwärmen bietet dir unser Schwerkraft-Gym beste Voraussetzungen. Bevor du richtig loslegst, klettere dich mit einigen für dich sehr leichten bis leichten Bouldern ein.

Routen:
Die einzelnen Boulderrouten – auch Probleme genannt – sind farblich nach Schwierigkeitsgraden unterteilt. Die Schwierigkeit eines Boulders erkennst du bei uns anhand der Farbmarkierung an den Startgriffen (siehe Schwerkraft-Schwierigkeitsgrade).

Hochkommen, aber wie?
Jeder Boulder besitzt einen klar durch farbige Markierungen definierten Start (ein oder zwei Griffe) für die Hände. Der Boulder gilt als begonnen, wenn jeder Teil des Körpers den Boden verlassen hat. Ziel ist es, den letzten Griff der Route (Top-Griff) zu erreichen und ihn mit beiden Händen kontrolliert zu halten.